Spritzschutz in der Küche ohne Bohren: Ihr Weg zur stilvollen Küchenrückwand ohne Löcher

Ein Spritzer hier, ein Klecks dort – die Küche ist nicht nur der Ort, an dem köstliche Gerichte entstehen, sondern auch ein Raum, in dem Verschmutzungen und Spritzer an der Wand unvermeidbar sind. Abhilfe schafft ein Spritzschutz, doch viele Lösungen erfordern Bohren in der Küchenrückwand. Das kann sehr aufwändig, schmutzig und sogar gefährlich sein. Wer keine genauen Kenntnisse über die Verkabelungen hinter der Küchenwand hat, sollte den Bohrer lieber im Koffer lassen. Außerdem erweisen sich die Schrauben am Spritzschutz schnell als echte Schmutzfänger und Hygienerisiko. Eine bessere Lösung ist ein Spritzschutz, der sich mühelos an die Wand kleben lässt. Wir erklären, welche Möglichkeiten und Material Ihnen zur Auswahl stehen und worauf Sie unbedingt achten müssen.

Spritzschutz in der Küche - diese Materialien sollten Sie vermeiden

Einige Materialien eignen sich nicht für den Einsatz in der Küche. Das gilt beispielsweise für Putz oder Beton, die eher bei der Verkleidung ganzer Wände verwendet werden oder Spritzschutzfaltwände, die keine langfristige Lösung bieten. Naturstein und Holz finden immer öfter Verwendung in der Küche – sie verleihen dem Raum eine angenehme Atmosphäre und werten die Optik auf. Dabei schützt die richtige Beschichtung das Material, dennoch sind sie als Spritzschutz in unmittelbarer Nähe zu Kochplatten und Spüle nicht empfehlenswert und involvieren meistens das Bohren von Löchern in die Küchenrückwand. Tapetenschutzlack eignet sich ebenfalls für Nassbereiche, aber nicht in der Nähe von Kochflächen. Im folgenden stellen wir Ihnen das ideale Material für Ihren Spritzschutz vor, nennen einen ungefähren Kostenpunkt und gehen auf die jeweiligen Vor- und Nachteile ein.

Wie teuer ist ein Spritzschutz ohne Bohren?

Die Kosten für den Spritzschutz in der Küche unterscheiden sich stark je nach Anforderungen und Material. Direkte Vergleiche und genaue Preise sind schwer festzulegen und variieren nach Individualisierungsmöglichkeiten und Größe der Fläche. So können die Anschaffungskosten für einen Spritzschutz in einer durchschnittlichen Familienküche selbst mit geringer Größe zwischen 15 und 100 Euro für weniger als einen Quadratmeter Fläche liegen. Sobald professionelle Hilfe für die Anbringung hinzugezogen wird, erhöht sich der Preis erneut. Eine professionelle Fliesenverkleidung kann schnell zwischen 150 € und 200 € pro Quadratmeter kosten. Auch Sicherheitsglas-Wände fallen in das hochpreisige Segment. Die Kosten für das Material lassen sich grob in drei Klassen einordnen.

Materialkosten zur Orientierung

Günstige Preisklasse: Spritzschutzklebefolien für ca. 6 – 19 €.

Mittlere Preisklasse: Wandspritzschutz aus verschiedenen Kunststoffen und Metallen für ca. 20 – 50 €.

Hohe Preisklasse: Keramikfliesen, Wandspritzschutz aus Sicherheitsglas für ca. 50 € – mehr als 300 €.

Keramikfliesen

Die Zeiten, in denen Keramik-Fliesen in der Küche alternativlos waren, sind längst vorbei und dennoch spricht weiterhin einiges für die zeitlose Wandverkleidung – besonders auf kleinen Flächen. Ihre Robustheit ermöglicht den Schutz vor jeglicher Art von Flüssigkeiten bei jeder Temperatur. Dazu ist das widerstandsfähige Material auch einfach zu reinigen. Der große Nachteil sind die Fugen, die bei Keramikfliesen unverzichtbar und echte Schmutzfänger sind. Wie gut sie abgedichtet sind, hängt sehr davon ab, wie gut die Kacheln angebracht wurden.

Aus diesem Grund empfiehlt es sich, bei Projekten mit mehr als nur ein paar Fliesen Fachpersonal hinzuzuziehen. Es ist beispielsweise enorm wichtig, die Fliesen mit dem Lot anzubringen, um eine gerade Ausrichtung zu gewährleisten. Gleichmäßige Abstände zwischen den Fliesen an allen Seiten sind entscheidend, um ein ästhetisches und professionelles Erscheinungsbild zu gewährleisten. Im Gegensatz zu kompletten Wandverkleidungen bieten Keramikfliesen eine vielfältige Auswahl an Motiven. Durch den Einsatz der Fliesen in Teilbereichen der Küche können eindrucksvolle Akzente gesetzt werden.

Vorteile

  • robust, langlebig
  • sehr pflegeleicht
  • guter mechanischer Schutz

Nachteile

  • keine Reparaturmöglichkeiten bei Beschädigung 
  • Fugen sind vergleichsweise schlecht zu reinigen
  • aufwendige und gegebenenfalls teure Anbringung
  • Überklebung alter Beläge nicht möglich

Glasplatten

Sollten Sie auf Glas als Küchenrückwand setzen, empfiehlt es sich, unbedingt Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) zu verwenden. Dieses Material ist besonders robust und widerstandsfähig gegenüber Kratzern und Hitze. Im Gegensatz dazu sind Acryl- oder Plexiglas thermoplastische Kunststoffe, die für Bereiche um Herd und Kochplatte nicht geeignet sind, da sie sich bei der üblichen Hitzeentwicklung verformen.

Glasplatten bieten als Wandverkleidung zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten. Sie können beispielsweise durch das Anbringen von Fotos oder sogar Beleuchtung dahinter individuell gestaltet werden. Andererseits können sie auch dazu verwendet werden, Muster von Tapeten oder Steinwände transparent zu überdecken. In der Pflege sind Glasplatten nicht besonders aufwändig. Verschmutzungen jeder Art lassen sich mit einem einfachen Glasreiniger schnell und gründlich entfernen.

Das größte Problem stellt die Installation dar. Das Überkleben alter Beläge ist mit dem richtigen Silikonkleber möglich, vorausgesetzt, der untere Belag kann das beträchtliche Gewicht der Glasplatte an der Wand tragen. Das Gewichtsproblem lässt sich mit Verschraubung der Platte lösen, allerdings bringt diese Variante eigene Komplikationen mit sich. Der ganze Prozess wird deutlich aufwändiger, hinterlässt Löcher vom Bohren in der Küche und die angebrachten Schrauben am Spritzschutz werden im Laufe der Zeit zu echten Schmutzfängern.

Vorteile

  • ESG-Glas ist sehr widerstandsfähig und hitzeresistent
  • sehr pflegeleicht
  • Drucktechnologie bietet Gestaltungsvielfalt

Nachteile

  • Nach Zuschnitt kann das Glas nicht mehr korrigiert werden
  • eignet sich aufgrund des Gewichts eher für kleinere Flächen 
  • Achtung! Acryl- und Plexiglas sind nicht hitzebeständig und ungeeignet

Aluminium oder Edelstahl

Spritzschutzwände aus Aluminium oder Edelstahl sind insbesondere in Betriebsküchen häufig anzutreffen. Zu dieser Materialgruppe gehören ebenfalls Aluminium-Verbundplatten, die sich durch ihr besonders geringes Gewicht unterscheiden. Das macht die Anbringung auf eine ursprüngliche Rückwand besonders einfach.

Hygienische Anforderungen erfüllen diese Produkte genauso gut wie ESG-Platten und sind ähnlich pflegeleicht – haushaltsübliche Pflegemittel reichen vollkommen aus. Edelstahl und Aluminium bieten eine Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten durch moderne Drucktechnologie. Dabei sollten Sie auf eine geeignete Beschichtung wie etwa transparentes Flüssiglaminat achten. Auf diese Weise bleibt die Hitzeresistenz erhalten und der Druck löst sich nicht von der Platte. Ohne ästhetische Aufwertung wirkt das Material kälter und Kratzer sowie andere Gebrauchsspuren sind deutlicher zu sehen. 

Vorteile

  • hitzeresistent und extrem robust
  • lässt sich auch im Nachhinein noch bearbeiten und zuschneiden
  • Drucktechnologie bietet Gestaltungsvielfalt
  • preiswerter als ESG-Glas

Nachteile

  • Ohne Aufdruck gelangen schnell Kratzer auf das Material
  • falsche Pflege hinterlässt sichtbare Spuren

Spritzschutz aus Kunststoff

Kunststoffplatten eignen sich sehr gut als Spritzschutz in der Küche, vorausgesetzt sie sind als hitzeresistent zertifiziert. Sie vereinen die Vorzüge vieler anderer Beläge: Die Installation ist schnell, einfach und erfordert lediglich einen von Staub und Schmutz befreiten Untergrund – bohren müssen sie hier nie. Selbst im Nachhinein kann die Platte zugeschnitten und angepasst werden – falls beispielsweise Steckdosen bei der Vermessung vergessen wurden.

Bei hochwertigen Produkten erlaubt moderne Drucktechnologie eine riesige Vielfalt an Gestaltungsmöglichkeiten, die selbst Material wie Naturstein und Holz erstaunlich gut imitieren. Das gilt nicht nur für das Aussehen, sondern auch für die Haptik des Materials. Steinstrukturen oder Masern sind kaum vom Original zu unterscheiden. Hinzu kommt, dass Kunststoffplatten äußerst robust sind und bei intensiver Belastung Druckstellen von selbst wieder ausgleicht.

Aus hygienischen Gründen empfiehlt es sich, vor allem auf Platten aus einem Stück zu setzen. Das Material ist pflegeleicht und die Reinigung mühelos mit gewöhnlichen Haushaltsmitteln möglich. Kratzer und Oberflächenschäden sind nicht üblich, insofern keine direkte Gewalt gegen die Kunststoffplatte angewendet wird. Im Vergleich zu Edelstahl, Aluminium und Fliesen eignen sich viele Kunststoffplatten sogar für die Verkleidung der gesamten Küche und bei einigen Produkten sogar des Bodens. Dabei sollten Sie gerade im Essensbereich auf gesundheitlich unbedenkliches Material wie zum Beispiel CERAMIN® setzen. Durch die gesamte Verkleidung der Küchenrückwand erübrigt sich eine Verkleidung der Küchenrückwand.

Finger weg von PVC

Das Thema Gesundheit und Hygiene spielt in der Küche eine besonders große Rolle. Der Sonderfall PVC erweist sich dabei als problematisch. Das Material wird oft in Kunststoffen verarbeitet – auch bei Wand- und Bodenbelägen. PVC ist jedoch hitzeempfindlich und verformt sich bei beständiger Wärme. Dadurch entstehen Beulen und Erhebungen. Viel wichtiger ist jedoch, dass PVC seit vielen Jahren nachgewiesen gesundheitsschädliche Weichmacher (Phthalate) in die Raumluft abgibt. Das gilt besonders bei Einwirkung durch Hitze und Kontakt mit Flüssigkeiten und Fett. Dennoch bleibt PVC in vielen Kunststoffprodukten enthalten. Achten Sie beim Kauf von Kunststoffplatten unbedingt auf PVC-freie Produkte. Weitere Informationen zu PVC und dessen Auswirkungen auf die Gesundheit finden Sie hier.

Vorteile

  • robust und langlebig
  • pflegeleicht
  • riesige Gestaltungsvielfalt
  • auch im Nachhinein gut zu bearbeiten
  • besonders leicht und kompatibel auf Beton, Kacheln, Putz etc.
  • selbst von Laien verklebbar

Nachteile

  • Viele Kunststoffprodukte sind nicht hitzebeständig
  • PVC-Produkte sind gesundheitsgefährdend

Selbstklebende Wandschutzfolien

Wandschutzfolien sollten Ihre Wahl sein, wenn alle anderen Möglichkeiten ihr Budget überschreiten. Die selbstklebenden Folien sind in vielen verschiedenen Farben und bei einigen Herstellern sogar mit Druckmotiven erhältlich. Obwohl sie feuchtigkeitsresistent sind, lässt die Hitzebeständigkeit einiges zu wünschen übrig. Bei der Anbringung über dem Herd oder der Kochplatte verformt sich das Material schnell und löst sich von der Küchenrückwand.

Die Folien sind dafür sehr pflegeleicht und können mit herkömmlichen Reinigungsmitteln gesäubert werden. Die nur wenige Millimeter dicke Schicht schützt das Material und die Rückwand nicht vor Kratzern oder anderen Schäden. Sobald das Produkt beschädigt ist, muss es wahrscheinlich ausgetauscht werden. Die Anbringung ist ebenfalls anspruchsvoll und erfordert Präzision für ein ästhetisches Erscheinungsbild. Auch wenn oft behauptet wird, dass sich selbstklebende Folien besonders gut für die Anbringung auf Fliesen eignen, lässt sich das in Anbetracht der Fugen zwischen den Fliesen nicht bestätigen. Die Lücken zwischen den Platten lassen eine luftdichte Anbringung nicht zu und führen zu Luftbläschen und einem losen Spritzschutz an Ihrer Küchenwand. Das macht die Fläche anfällig für Risse und Ansammlungen von Fett und Dreck.

Vorteile

  • sehr preiswerte Variante
  • Drucktechnologie bietet Gestaltungsvielfalt

Nachteile

  • sehr empfindliches Material 
  • nur schwierig sauber anzubringen
  • nicht hitzeresistent
  • ist einmal geklebt nicht mehr zu korrigieren
  • nicht zum Überkleben von Fliesen geeignet 
  • sieht billig aus
  • nicht langlebig

Fazit

Beste Wahl

Ein Spritzschutz aus Kunststoff vereint die wichtigsten Eigenschaften für die Abdeckung Ihrer Küchenrückwand. Die passende Kunststoffplatte ist hitzeresistent, weist Feuchtigkeit ab und ist unempfindlich gegenüber Kratzern. Darüber hinaus sind die Produkte vergleichsweise einfach angebracht, pflegeleicht und bieten vielfältige und eindrucksvolle Designs. Ein klarer Sieger für das Preis-Leistungs-Verhältnis. Achten Sie jedoch unbedingt darauf, dass der Spritzschutz wirklich hitzeresistent und frei von PVC ist, wie unsere CERAMIN® -Produkte.

Zweite Wahl

ESG-Glasplatten bieten einen leicht besseren Schutz gegen Feuchtigkeit und Hitze als Kunststoffplatten, allerdings zu einem deutlich höheren Preis. Dafür überzeugt das Material mit hochwertigem Aussehen und Kratzfestigkeit. Falls Sie auf Glasplatten setzen möchten, verzichten Sie auf Acryl- oder Plexiglas.

Edelstahl oder Aluminium sind ähnlich gut vor Beschädigungen, Feuchtigkeit und Hitze geschützt wie ESG-Produkte. Das hohe Gewicht macht das Material für die Anbringung in der Küche ohne Bohren jedoch sehr schwierig. Außerdem ist unbedrucktes Material sehr empfindlich für Kratzer und auch nicht preiswert.

Dritte Wahl

Keramikfliesen sind ein Klassiker für einen eleganten Küchenlook. Der Schutz vor Hitze und Feuchtigkeit weiß auch zu überzeugen. Allein die Fugen erweisen sich oft als Schmutzfänger und können bei hoher Feuchtigkeit zu Problemen werden. Besonders die Anbringung ohne Fachleute ist herausfordernd und treibt den Preis von Keramikfliesen in die Höhe.

Schlechte Wahl

Selbstklebende Wandschutzfolien sind nur als Übergangslösung für kurze Zeit geeignet. Das Material hält als Spritzschutz der Einwirkung von Hitze oder Feuchtigkeit nicht lange stand und verformt sich. Leichte Kratzer zerstören das Produkt und machen es unbrauchbar. Bei der Wahl für den Schutz Ihrer Küchenrückwand sollte das Budget höher angesetzt werden.

Checkliste und Anleitung - Spritzschutz montieren

Wir haben für Sie eine interaktive Checkliste erstellt, die Sie durch die Montur des Spritzschutzes hindurchführt und mit der Sie garantiert kein Werkzeug und Schritt des Prozess vergessen. Wir geben Ihnen nützliche Tipps und Tricks für die Anbringung, die gezielt häufige Montagefehler vermeiden. Sie können die Liste kostenlos herunterladen.

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