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Was bedeutet „emissionsarm“ bei Bodenbelägen?
Beim Kauf von Bodenbelägen taucht häufig der Begriff „emissionsarm“ auf – besonders in Verbindung mit gesundem Wohnen, nachhaltiger Renovierung oder Umweltzertifizierungen. Doch was genau steckt dahinter? Und warum spielt das eine Rolle für unser Zuhause?
In diesem Beitrag erklären wir, was „emissionsarm“ bedeutet, worauf man bei der Auswahl achten sollte – und wie Bodenbeläge dazu beitragen können, die Raumluftqualität langfristig zu verbessern.
Was sind Emissionen bei Bodenbelägen?
Bodenbeläge bestehen aus verschiedenen Materialien, Klebstoffen, Trägerschichten oder Beschichtungen. Einige dieser Bestandteile können sogenannte flüchtige organische Verbindungen (VOC – volatile organic compounds) an die Raumluft abgeben. Dazu zählen beispielsweise Formaldehyd, Toluol oder Weichmacher. Sie entstehen nicht nur bei der Herstellung, sondern können auch nach dem Verlegen noch über längere Zeit ausdünsten – teils sogar über Jahre.
Diese Stoffe sind nicht immer gefährlich, aber in hohen Konzentrationen können sie die Raumluft belasten und bei empfindlichen Personen Reizungen, Kopfschmerzen oder Allergien auslösen. Besonders problematisch ist das in Schlafzimmern, Kinderzimmern oder anderen sensiblen Bereichen.
Was bedeutet „emissionsarm“ konkret?
„Emissionsarm“ bezeichnet Produkte, die nur sehr geringe Mengen an VOCs abgeben und damit die Luftqualität in Innenräumen nicht oder kaum beeinträchtigen. Die Einstufung erfolgt in der Regel über standardisierte Prüfverfahren und wird mit Siegeln oder Zertifikaten dokumentiert.
Anerkannte Labels sind zum Beispiel:
- Blauer Engel
- eco-INSTITUT
- EMICODE EC1 oder EC1PLUS
- Eurofins Indoor Air Comfort
Diese Zertifikate prüfen, ob ein Produkt bestimmte Emissionsgrenzwerte unterschreitet – teils deutlich strenger als gesetzlich vorgeschrieben.
Warum sind emissionsarme Bodenbeläge wichtig?
Gerade beim Renovieren oder im Neubau kommen viele neue Materialien zusammen: Farben, Lacke, Kleber, Möbel, Böden. Wenn alle Komponenten Emissionen abgeben, kann sich die Konzentration in der Raumluft erhöhen – besonders bei schlechter Belüftung.
Deshalb ist es sinnvoll, emissionsarme Produkte zu wählen – insbesondere:
- für Menschen mit Allergien oder Atemwegserkrankungen
- in Haushalten mit Kindern oder Haustieren
- in gut gedämmten Neubauten mit geringer Luftzirkulation
Böden machen dabei oft die größte Fläche im Raum aus – ihre Emissionswerte haben also einen erheblichen Einfluss auf das Raumklima.
Worauf sollte man beim Kauf achten?
Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte:
- auf zertifizierte Prüfzeichen achten (z. B. Blauer Engel, eco-INSTITUT)
- Produkte ohne PVC, Chlorverbindungen oder Weichmacher bevorzugen
- sich im Zweifel Produktinformationen vom Hersteller geben lassen
Eine transparente Deklaration und geprüfte Daten geben Sicherheit – mehr als allgemeine Werbeaussagen.
Emissionsarm und wohngesund: CERAMIN als Beispiel
Ein Beispiel für einen emissionsarmen Bodenbelag ist CERAMIN: Das Material ist frei von PVC und Weichmachern, gibt praktisch keine VOCs an die Raumluft ab und trägt Zertifizierungen wie das eco-INSTITUT Label und den Blauen Engel. Damit eignet sich CERAMIN besonders für Menschen, die beim Renovieren oder Neubau auf gesundes Wohnen achten möchten – ohne auf modernes Design oder Alltagstauglichkeit zu verzichten.
Fazit
„Emissionsarm“ ist kein leerer Begriff, sondern ein messbares Qualitätsmerkmal, das für Raumluftqualität, Gesundheit und Wohlbefinden eine wichtige Rolle spielt. Wer beim Bodenbelag auf geprüfte Materialien achtet, investiert in ein gesünderes Zuhause – langfristig und ohne großen Mehraufwand.


